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Donnerstag, 30. August 2012

Erinnerung




das dorf war früher so groß
kein himmel später blauer
kein sommer jemals duftender
keine liebe klarer und unendlicher
kein traum bunter

wie damals
als ich noch ein kind war






Dienstag, 21. August 2012

Immer wieder


Ich fotografiere "meinen" Baum, 
am Ortsausgang des Heimatdorfes mittlerweile seit über 15 Jahren.
Immer dann, wenn ich in unregelmäßigen Abständen dort vorbeikomme.
Sommers und winters, zu allen Tages-, und Jahreszeiten, wenn Licht und Stimmung das ermöglichen.
Es sind sicher inzwischen weit über 1000 Aufnahmen, die - könnte man sie aneinandergereiht betrachten, 
ein eindrucksvolles, imposantes Wechselspiel von Wolken, Schnee, Sonne, Himmelblau, Nebel oder Regen dokumentieren.
Dieser Baum mutterseelenallein mittendrin.

Einzelbäume sind Bestandteil eines harmonisch-ausgewogenen Landschaftsbildes und von hoher ökologischer Bedeutung.
Sie sind Lebens- und Rückzugsraum für eine Vielzahl von Tierarten und damit wertvolle, lebende Bestandteile in der natürlichen Biotopvernetzung.
Einzelbäume bereichern das Landschaftsbild und oft gibt es noch heute uralte, kulturhistorische Beweggründe (Begrüßung Heimkehrender, Friedens- oder Gerichtsbäume)
dass der Einzelbaum nicht ausstirbt.

Ich liebe diesen Baum.
Er ist ein Stück Dorf, Heimat, Ankommen, Weggehen.
Loslassen, Wiederkommen.
Er ist immer da.
Fern jeder Sentimentalität steht dieser Baum auf seinem Acker
und der Bauer kurvt mit Traktor und schweren Feldgerät respektvoll und aufmerksam um ihn herum.










Freitag, 22. Juni 2012

Singe mir


Singe mir ein neues Lied:
die Welt ist verklärt,
und alle Himmel freuen sich.

Friedrich Nietzsche 1844-1900



Mittwoch, 13. Juni 2012

Donnerstag, 1. März 2012

Noch nie




Was denkt meine Seele nun,
da ich eine Nacht lang
bei der Geliebten war?
Noch nie
hab ich mich so gesehnt,
denkt sie, wie jetzt.

Noch nie.

©Unbekannt

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Eiskalt




schnee 

fällt

fällt
ins herz

bedeckt
die sehnsucht

mit
eiskaltem tuch

und hüllt
sie wärmend ein