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Sonntag, 20. Oktober 2013

Noch mehr


Zeit nehmen und Geduld haben.
Noch viel mehr Loslassen,
noch inniger Festalten,
Dankbar sein.
Ohne jemand zu verletzen,
noch mehr sicherer Ich selbst zu sein.
25 Medikamente pro Tag.

Sonntag, 21. April 2013

Kein Zweifel


Auf der alten Schreibmaschine
habe ich lange, sehr lange nicht mehr geschrieben.
Die Zeilen 
im eingespannten Blatt des vorletzten Bildes
(analog fotografiert
aber haben über all die Jahre ihre Gültigkeit behalten.
Das Leben, zu leben fühlt sich nicht nur gut an,
zu leben, das Leben ist tatsächlich in jeder Nuance wunderschön.
Daran habe ich selbst in scheinbar dunkelsten Momenten nie gezweifelt
und daran zweifle ich auch jetzt nicht.
Und diese Gewissheit in mir gibt mir Zuversicht,
Gelassenheit und Kraft.

Gerade deshalb und weil.






Mittwoch, 21. März 2012

In eigener Sache

Ich danke all jenen,
die mir nach dem Stöbern in meinem Blog geschrieben haben.
Ich danke Euch für die guten Worte, die helfende Kritik.
Ich fühle mich bestärkt und Eure Resonanz
macht mich (noch) mutig(er) und daher besonders froh.
Dankeschön.

Ralf Rabe




Samstag, 18. Februar 2012

Der Weg zu Dir



Der Weg zu Dir



Es nutzt Dir nichts mit der Vergangenheit,
in und mit alten Fehlern jonglieren und leben zu wollen.
Du bist und bleibst dadurch angreifbar
für den Egoismus jener Dinge und Menschen,

denen Du einmal grenzenlos vertraut hast.
Die Dich aber nach wie vor für ihre eigenen Ziele benutzen
und das nur können, weil Du es zulässt.

Du kannst diese Menschen nicht ändern,
Du kannst und Du wirst deren Denken und Tun
nicht besser machen, in dem Du diese Leute immer wieder
und immer wieder gegen Dich erträgst.

Du kannst nur Dich ändern,
damit Dich Bedingungen, Nachfolgeereignisse
nicht mehr erschlagen und so abgrundtief wehrlos machen.
 
Diesen existenziellen Cut, Dich zu wehren, nimmt Dir niemand ab.

 
Ganz egal wie viel Du um die Ohren hast,
wie viel auch immer neu und zusätzlich auf Dich zu kommt,
solange Du duldest und erduldest, bleibst Du Opfer
und bist gleichzeitig Täter gegen jene,
die Dich schätzen, Dich lieben und Dir vertrauen.

Weil Du Dich in Deiner geglaubten Hilflosigkeit ertrinken lässt.
Weil Du genau diese leidvoll erfahrene Erbärmlichkeit
gegen Dich und immer stärker gegen andere verwendest.
Du wirst unglaubwürdig und unzuverlässig,
weil Du Forderungen an das Leben stellst,
die nicht das Leben zu erfüllen hat,
sondern Du.

Du solltest Dich entscheiden.
Du kannst alles so lassen, wie es ist,
Du kannst alle, die vielen Menschen enttäuschen,
die Dich kennen und die an Dich glauben,
Du kannst Dich aufgeben, Du kannst alles aufgeben,
oder Du kannst tatsächlich und wirklich
beginnen Dein eigenes Leben zu leben.
In kleinen und größeren Schritten, in Reihenfolgen,
mit viel Zeit für Dich.
Bemühen dafür, halbherzig aus Angst davor, irgendwann,
später, ein bisschen, ist zu wenig.
Es verschwindet sonst nach und nach, alles.
Das viele, was Du bisher erreicht hast,
entzieht sich Dir häppchenweise,
dass, was Dich und dass, was Du liebst.
Es verweigert sich Dir, geht einfach weg.

Was danach kommt,
wer, was zwischendurch,
wird und bleibt Ersatz, für wieder lange Zeit.
Lebenszeit.
Der Kreis schließt sich.
Und Du, wie der Hamster im Laufrad,
allein, mit allem alten und gleichzeitig neuen Schmerz,
wieder mittendrin.
So lange bis es reicht.

Für den Weg in Dir.



Fotos: Berliner Mauer, Berlin

Freitag, 2. Dezember 2011

Sicher sein

Betrachte
ich mein gelebtes Leben von außen,
bin ich mir sicher,
nicht immer nur das Richtige getan zu haben.
Was richtig und gut war,
was weniger in vergangener Zeit
unterliegt nicht allein meiner Bewertung.

Lange geglaubte Niederlagen und Verluste
entwickeln durch gelegentliches Zurückschauen
oft die erstaunliche Eigenschaft, in Wirklichkeit
Gewinn gewesen zu sein.

Leben ist nie bierernst, nie nur Dramatik.
Lachen und Weinen sind Geschwister.
Hell und Dunkel gehören zu einem Tag.

Das Leben ist ein Kreis,
der sich verzweigt, manchmal wieder schließt
und sich immer wieder neu und anders öffnet.
Nichts ist ewig, nichts hat für immer Bestand.

Das ist meine Hoffnung, sind meine Zweifel,
ist meine Zuversicht.